New album. Wenn eine Band sich von ihrem langj?hrigen Klangbild l?st und - wieder einmal - h?utet, kann sie heute alles M?gliche sein. Gro?es Orchester oder Laptop-Projekt. Das Skizzenhafte kann neben dem Ausgefeilten stehen. Das Beeindruckende neben dem Unscheinbaren. Das Aufw?ndige neben dem Simplen. Die Frage ist nur: Will man das ?berhaupt? Und wenn ja: Zieht man das durch? Auf ihrem neunten Album "Talks Of Paradise" pr?sentieren Slut sich in einem ungewohnten und neuen Soundgewand. Die Gitarrenw?nde haben sie ersetzt, das Klanggewitter neu gedacht. Stattdessen gibt es analoge elektronische T?ne, eine tiefe Transparenz und einige beinahe minimalistische Skizzen.Den hymnischen Indie-Sound ihrer fr?heren Alben gibt es immer noch. Das h?rt man unter anderem auf der Vorab-Single "For The Soul There Is No Hospital". Es geht aber nicht darum, zwanghaft etwas Neues zu versuchen. Oder um den Zweikampf Synthie vs. Gitarre. Vielmehr um das Abschalten von Automatismen. Um eine Suche nach dem Momentum. Auch wenn dabei anfangs ein Mosaik aus vermeintlich widerspr?chlichen Eindr?cken entsteht. Slut ist etwas bemerkenswertes gelungen: Eine etablierte Band aus Leuten und Freunden, die sich schon sehr lange kennen, hat sich entschieden etwas wirklich Neues zu wagen. Und das auf der gesamten Strecke. Tell your friends!